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05.06.2018 bis 07.06.2018
Rapid.Tech
Internationale Messe & Konferenz für additive Technologien

Erfahrung trifft Start-up

20.06.2017

Rapid.Tech + FabCon 3.D mit neuen Rekordwerten gestartet – Erfurt für drei Tage „Hauptstadt des 3D-Drucks“ – Erfinder des 3D-Drucks eröffnete mit Keynote-Vortrag – Neue Geschäftsideen ausgezeichnet

Erfurt. Mit neuen Rekordwerten sind Fachkongress und Messe Rapid.Tech + FabCon 3.D heute (20. Juni 2017) in Erfurt gestartet. 207 Aussteller aus 13 Ländern und damit 20 Prozent mehr als im Vorjahr zeigen bis 22. Juni neueste Produkte, Technologien und Dienstleistungen zum Additive Manufacturing bzw. 3D-Druck. Erstmals in der Geschichte der 14-jährigen Veranstaltung wurde bei den Ausstellern die 200er-Marke übertroffen. Bereits im Vorfeld sicherten sich außerdem über 2000 Besucher ihre Tickets – auch das ist ein neuer Spitzenwert. Das Willkommen von Messechef Michael Kynast in der „Hauptstadt des 3D-Drucks“ kam deshalb nicht von ungefähr. Für die Fachwelt sei Erfurt das Familientreffen, jeder komme gern zu diesem Ereignis, bestätigte Michael Eichmann, Vorsitzender des Fachbeirats. Die  Kombination von hochkarätigem Fachkongress für die Industrie, Treffpunkt der kreativen Vordenker und Start-ups für den 3D-Druck sowie begleitender Ausstellung verleihe der Veranstaltung ihren einmaligen Charakter.

Ein Highlight gleich zur Eröffnung des Fachkongresses war der Auftritt von Charles „Chuck“ Hull, dem Erfinder des 3D-Drucks, der erstmals auf der Veranstaltung in Erfurt zu Gast war. Mit der Herstellung eines ersten dreidimensional gedruckten Teils im Oktober 1983 setzte er vor 34 Jahren eine Revolution in Gang, die aktuell in der Industrie ankommt und zukünftig enormes Potenzial besitzt. Entwicklungen müssen bahnbrechend sein und brauchen meist eine lange Zeit, um sich durchzusetzen, lautete denn auch eine Botschaft von Chuck Hull. Er hat nie aufgehört, kreativ zu sein. Das von ihm 1986 mitgegründete Unternehmen 3D Systems gehört heute zu den Weltmarktführern in diesem Bereich und stellt in Erfurt u. a. die Figure 4-Technologie vor, mit der Bauteile enorm schnell und effizient vom Eingeben der 3D-Konstruktionsdaten bis zum fertigen Produkt hergestellt werden können. Mit dieser Anlage können u. a. 40 individuelle Zahnkronen in zehn Minuten gefertigt werden.

Ein Neuling im Bereich 3D-Druck ist der Spritzgießmaschinenhersteller Arburg. Das Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, bei der ein schichtweiser Auftrag von Kunststofftröpfchen erfolgt. Mit dieser Freeformer-Anlage können funktionsfähige Kunststoffteile sehr individuell, mit hoher Dichte und Stabilität gefertigt werden. Arburg nimmt das erste Mal an der Rapid.Tech teil und hat bereits am ersten Messevormittag entschieden, 2018 wieder mit dabei zu sein. „Es ist eindrucksvoll, dass sich hier die ganze 3D-Welt trifft. Wir freuen uns, dass wir jetzt dazu gehören“, sagte Eberhard Lutz, Bereichsleiter Vertrieb Freeformer.

Ein spezielles Podium für Neugründungen im 3D-Druck-Bereich bietet erneut die FabCon 3.D. Unter den ausstellenden Start-ups wurde auch 2017 der Start-up-Award vergeben. Darum hatten sich acht Finalisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beworben. Den 1. Platz und ein Preisgeld von 3000 Euro vergab die Jury an die UrbanAlps AG aus Zürich/Schweiz für die Entwicklung fälschungssicherer Schlüssel unter Nutzung von 3D-Drucktechnologien. Den 2. Platz und ein Preisgeld von 2000 Euro erhielt CellCore 3D aus Berlin für eine Software zur automatisierten dreidimensionalen CAD-Modellierung bionisch inspirierter Leichtbaustrukturen. Der 3. Platz und ein Preisgeld von 1000 Euro ging an die Additive Elements GmbH. Das Unternehmen hat sich auf die Materialentwicklung für industrielle Binder-Jetting 3D-Drucker spezialisiert.

Zum zweiten Mal wurde 2017 die 3D Pioneers Challenge ausgetragen. Für diesen internationalen Wettbewerb haben zahlreiche Teilnehmer aus 13 Ländern Projekte eingereicht. Daraus wählte eine mit internationalen Designexperten besetzte Jury 30 Finalisten aus. Sie bewarben sich u. a. mit einem Roboter, der 3D-gedruckte Cocktails ausschenkt, mit 3D-gedruckter Mode oder einer 3D-gedruckten E-Gitarre um die insgesamt 15.000 Euro Preisgelder, die vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft zur Verfügung gestellt wurden.

Die Preise wurden am Abend verliehen und gingen an:
- Project T.O.S.T (Topological Optimized Skateboard Trucks) - Philipp Manger; Ernst-Abbe-Hochschule Jena

- Programmable textiles (textiles 3D-Druck-Verfahren) Ronny Haberer, Patrick Bösch; Bauhaus Universität Weimar

- RiG3D (Orthese) - Niklas Hamann; Bauhaus Universität Weimar

- Mecuris Cervical Orthosis (erste 3D-gedruckte individuelle Halskrause) - Manuel Opitz, Jannis Breuninger, Clemens Rieth, Felix Gundlack, Juliane Weinzierl, Dr. med. Simon Weidert, Anja Fischer, Carolin Taubmann; Mecuris GmbH

- Concr3d  (3D-Drucker für Baumaterialien) - Eric Geboers, Matteo Baldassari

- Print a drink (weltweit erstes 3D-Druckverfahren für Getränke u. flüssige Lebensmittel) - Benjamin Greimel; Österreich

- Besondere Erwähnung für: Behnaz Farahi

Ansprechpartner für weitere Informationen zur 3D Pioneers Challenge:
Christoph Völcker, Mobil +49 (0) 163 7205 –124

 

Pressemeldung zum Download und Bilder

Pressekontakt Messe Erfurt
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