Mit Kompetenz in Konstruktion zum effektiven Engineering
Seit jeher bestimmen die Möglichkeiten von Fertigungsverfahren die Eigenschaften und das Design bei Produkten. Bis heute war dafür der hohe Innovationsgrad der Herstellungsverfahren charakteristisch, die eine sofortige Anwendung in Produkten unterschiedlichster Branchen und Verfahren gefunden haben. Neue generative Fertigungsverfahren und die damit verbundenen Technologien erlauben noch nie dagewesene Gestaltungsmöglichkeiten von Bauteilen. Auf der anderen Seite hat der Einzug der Rapid Prototypingtechnologien die Möglichkeiten moderner Fertigungsverfahren revolutioniert. Rapid Prototyping in der Muster- und Prototypenherstellung kennzeichnet schon heute den Alltag in der Produktentwicklung. Das Rapid Manufacturing steht gerade am Anfang.
In Anbetracht dessen wird immer deutlicher, dass ein tiefgreifendes Fachwissen in Bezug auf den verwendeten Werkstoff und das eingesetzte Fertigungsverfahren eine ganzheitliche Betrachtungsweise der konstruktiven Umsetzung der gestalterischen erfordert. Nur so ist es möglich, bestmöglich alle Produktanforderungen zu erfüllen.
Die Anwendung der generativen Fertigungstechniken zur direkten werkzeuglosen individualisierten Produktion eröffnet Konstrukteuren völlig neue Freiheiten. Sie geht aber auch mit neuen Verpflichtungen einher. Der Konstrukteurstag hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, den Konstrukteuren das notwendige Zusatzwissen zu vermitteln, um bisher für die traditionelle Fertigung konstruierte Bauteile für eine generative Fertigung zu optimieren.
Der Konstrukteurstag war mit seinen drei aktuellen Schwerpunkten wirtschaftlichen Themen gewidmet. So fokussierte sich die erste Session „Konstruktive Umsetzung von Design- sowie Ergonomieanforderungen und veredelten RP-Bauteilen“ auf die Anmutung von RP-Bauteilen. Die RP-Verfahren sind innovativ. Produkte anderer Branchen müssen innovativ sein. Wie können RP-Prozesse neue Wachstumsbranchen unterstützen? Diesen Fragen wurden im Rahmen der zweiten Session nachgegangen, um Impulse für die Diskussionen um das Thema Konstruktion zu geben. In der dritten Session lag der Schwerpunkt eindeutig in Details, die der RM-Prozess fordert, um einen stabilen RM-Prozess unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten auf der konstruktiven Seite der Bauteilgestaltung sicherzustellen. Es wurden Fallbeispiele für die generative Fertigung im RM-Prozess vorgestellt und diskutiert, welche durch konstruktive Besonderheiten gekennzeichnet sind.
Am 9. Mai 2012 wird der Konstrukteurstag mit neuen Schwerpunkten seine Fortsetzung finden.







